Birgit Jacob -  Integrative Tanztherapie
Birgit Jacob -  Integrative Tanztherapie
Birgit Jacob -  64297 Darmstadt

Pfefferminzlikör mit Schwips
oder: Integrative Tanztherapie für Kinder und Erwachsene

 

Pfefferminzlikör mit Schwips

Vor mehr als 10 Jahren begann ich meine Fortbildung zur Integrativen Tanztherapeutin am renommierten Fritz-Perls-Institut, das mit der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie zusammen arbeitet – und der „Pfefferminzlikör mit Schwips“ hat mich die ganze Zeit begleitet. Nein, es geht nicht um eine Stellungsnahme für oder gegen Alkohol und auch nicht um spezielle Suchtprogramme. Es geht um den langen Atem, um vielfältige Wege und Umwege, die wohl viele von uns im Leben gehen. Und zugleich geht es um das unbeirrte Festhalten an Träumen, an dem, was uns wichtig ist, auch wenn es sich nicht sofort umsetzen lässt und es manchmal so scheint, als würden die Lebenswege ganz davon wegführen.

Für mich war und ist das der Tanz, die Musik und der Rhythmus und die damit verbundenen Möglichkeiten, mich mit all meinen Eigenarten auszudrücken, mich allein und mit anderen zu spüren, Gefühle, Stimmungen und Atmosphären zu spüren und auszuleben. Und das Erleben, wie einzigartig sich alle einzelnen Menschen über ihren Körper, durch Bewegung und durch Tanz zeigen.

Zurück zum „Pfefferminzlikör...“: In meinem tanztherapeutischen Verfahren, das auf den Grundlagen der Gestalt- und der Integrativen Therapie aufbaut, gibt es eine Methode, sich der eigenen Lebenswege bewusst zu werden – das sogenannte „Lebenspanorama“. Mein dazu aus tiefsten Gefühlen heraus gemaltes wunderbares Bild bekam ohne Zögern von einer anderen Teilnehmerin einen Titel, bei dem ich dann doch zunächst stutzte. Also, natürlich, die aufmerksame Leserin wird es vielleicht schon ahnen: „Pfefferminzlikör....“ Es war halt ein wenig kurvig und verschlungen, dabei aber ziemlich bunt und immer in Bewegung. Naja, und schließlich fand ich den Titel gar nicht schlecht. In dieser Situation erfuhr ich wieder etwas davon, wie diese Therapie wirken kann. Die Möglichkeit, das Erlebte in Form eines Bildes zur Seite zu stellen, mit etwas Abstand und auch mit den Augen anderer anzuschauen, bietet wunderbare Möglichkeiten, sich aus Verknotungen zu lösen, auch Witziges und Skurriles zu sehen, über sich lachen zu können und sich dabei wertzuschätzen. Und darüber entsteht ein Stück Klarheit.

„Don’t push the river, it flows by itself” (Fritz Perls)

Heute sehe ich, dass dieser lange Atem, die Ausdauer, das Akzeptieren von Umwegen wohl für meine Arbeit als Therapeutin eine sehr wichtige Fähigkeit darstellt. Veränderungen geschehen nicht immer schnell. Es sich selbst und anderen zu erlauben, vielfältige gerade und krumme Wege zu gehen und dabei ohne Druck die gerade passende Richtung zu suchen, ist unglaublich wichtig. Es kann nicht darum gehen, zu puschen – das je eigene Tempo ist entscheidend.

Mittlerweile bin ich also hier angekommen: Ich bin – nach vielfältigen verschlungenen pfefferminzgrünen und andersfarbigen Wegen – Tanztherapeutin mit zusatzlicher kindertanztherapeutischer Qualifikation, anerkannt als Heilpraktikerin für das Spezialgebiet Psychotherapie und habe mich nach vielen Jahren tanzpädagogischer, künstlerischer und therapeutischer Berufserfahrung nun selbständig gemacht.

Integrative Tanztherapie - für Kinder und Erwachsene

Die Integrative Tanztherapie greift auf das uralte Wissen um die heilende Wirkung von Tanz zurück und hat sich zu einem differenzierten psycho- und körpertherapeutischen Verfahren weiter entwickelt. Bewegung, Tanz und Musik, Rhythmen und Entspannung unterstützen die Balance zwischen Ruhe und Dynamik. Sich auf die Suche nach den eigenen Stärken zu begeben und genussvolle Erfahrungen mit Bewegung und Tanz zu machen, sind wichtige Aspekte. Es geht darum, sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen, sich mit und über ihn ausdrücken zu können und mit anderen Menschen in Kontakt und Kommunikation zu kommen. Zugleich ermöglicht die Tanztherapie auch, Krisen, Konflikte, schmerzhafte Erfahrungen zu bearbeiten und zu bewältigen. Das Verfahren sich daher insbesondere auch für Frauen mit Brustkrebserkrankungen, Missbraucherfahrungen, für Menschen, die Unterstützung in schwierigen Lebensphasen suchen.

Für Kinder bietet sich die Integrative Tanztherapie Möglichkeiten der Förderung und der Unterstützung. Sie eignet sich für entwicklungsverzögerte oder behinderte Kinder, für Kinder mit Schulproblemen, Wahrnehmungsstörungen oder Kommunikationsschwierigkeiten und auch für solche, die schweirige Lebensereignisse bewältigen müssen, wie z.B. die Trennung der Eltern oder der Verlust nahestehender Personen.

Ein besonderes Anliegen ist für mich auch die tanztherapeutische Arbeit mit autistischen Kindern. Für sie ist das körperbezogene Vorgehen auch deshalb ein besonderer Weg, da ihnen sprachliche Möglichkeiten oft nicht oder nur begrenzt zur Verfügung stehen und die Gestaltung von Kontakt und Kommunikation ein großes Problem.

Ich biete Tanztherapie sowohl für einzelne als auch für Gruppen an. Außerdem gehören kreative, kommunikative und tanztherapeutische Angebote an Kliniken und psychosoziale Einrichtungen zu meinem Repertoire. Ein zusätzliches Angebot stellen Auftritte des Rhythmusduos „Die TROMMELAIEN“ dar.